Pitztal – Snowday #3
Der Tag begann heute vielversprechend. Die Sonne malte den Horizont in einem leichten rot, der Himmel zeigte sich von seinem schönsten blau.

Wir machten uns also schnell auf zum Frühstück, um dann frühzeitig auf die Piste zu gehen.
Gesagt getan!


Am Gletscher angekommen, zog es jedoch innerhalb kürzester Zeit zu. Es wurde stürmisch und so standen wir plötzlich irgendwo im nirgendwo. Zum Glück sind die Pisten beschildert und dadurch begrenzt, so dass wir uns daran orientieren konnten.

Dann folgte der schlimmste Teil:
Wir zwei Schlaufüchse – um uns nicht Intelligenzbestien zu nennen – haben beschlossen, mit der Gondel in das auf über 3000 m liegende Gipfelrestaurant zu fahren. Ist ja nicht so, als hätte es schon auf 2000 m stark gestürmt…
Also: Skier ab und rein in die Gondel. Es ging rauf und runter, nach links und rechts. Es war, als säßen wir auf einer Schaukel und nicht in einer Gondel. Ich hatte mich also gedanklich schon von meinem Leben und vor allem von meinen Weihnachtsgeschenken verabschiedet, da waren wir in einem windgeschützten Stück hinter einer Felswand. Kurz durchatmen, es lagen nur noch ein paar Meter vor uns: runter, links, rechts, hoch… geschafft. Wir waren noch nie so glücklich und erleichtert den Gipfel erreicht zu haben.
Doch dann die Erkenntnis: wir haben (wegen der schlechten Sicht) keine Skier mitgenommen, wir müssen mit der Bahn wieder runter! Oder sollen wir laufen? Wir könnten auch auf dem Po runter rutschen…
Erstmal einen Kinderpunsch zur Beruhigung. Was sagt der Wetterbericht? Es wird windiger!
Schnell austrinken! Mist, Speiseröhre verbrüht… egal, Hauptsache schnell runter, bevor es schlimmer wird!
Entwarnung vom Bahn-Mitarbeiter: der Wind hat sich gerade beruhigt, und „runter kommen wir auf jeden Fall“ – fragt sich nur wie.
Ein Stoßgebet, dann sind wir eingestiegen.
Und tatsächlich, es war ruhiger und ging langsam aber sicher wieder zur Mittelstation und dann mit der Gletscherbahn zurück ins Tal.

Wir waren – was das Skifahren angeht – noch nicht so ausgelastet, also sind wir nochmal zum Übungslift und haben dort ein paar Abfahrten gemacht, bis uns die Kälte und der kleine Hunger zurück ins Hotel führte.
Zur Nachmittagsjause gab es Hühnchenkeulen, Salat und Kuchen. Und ein nettes Gespräch mit dem Sommelier des Hauses.
Dann ging es aufs Zimmer, wo der Weihnachtsmann ein paar Geschenke zur Bescherung für uns hinterlassen hat.
Anschließend ging es zur Weihnachtsfeier ins Foyer. Mit Sekt und Weihnachtsliedern begann der Heilige Abend.
Das Abendmenü war sehr gelungen. Es schmeckte wieder sehr gut, aber das sind wir hier ja gewohnt.




Das Dinner war erst gegen halb 11 aus, deshalb verzichteten wir auf den Abendspaziergang und sind direkt ins Zimmer zurückgegangen, wo uns eine weitere Überraschung erwartete.
Vom Hotel gab es eine schöne Glaskaraffe mit Weihnachtsgrüßen.

Und so ging unser Abend zuende.
Pitztal - Snowday #2