SNOWday #4

Heute früh wurden wir mit einem lauten Knall und einem anschließendem gegrummel geweckt. Gleich darauf das gleiche noch einmal. Lawinensprengungen.
Wo wir nun schon wach waren, können wir auch zum Frühstück gehen.
Dabei haben wir den Tagesplan geschmiedet.
Wir beschlossen, heute eine andere Piste zu probieren, die wir schon die ganze Zeit unseres Urlaubes im Blick hatten. Sie liegt auf der anderen Seite des Tals in Höfle und ist -jedenfalls wenn wir frühstücken- nur wenig befahren.
Also schnell umziehen, das Auto frei räumen (es hat ja seit gestern früh durchgehend geschneit) und ab zur Piste. Wir waren überrascht, wirklich nur wenige Skifahrer/ Snowboarder auf der Piste zu sehen. Besser für uns. Denn so konnten wir endlich mal eine “frische” Piste fahren ohne ständig auf andere Skifahrer Rücksicht nehmen zu müssen. Zudem war der Schnee noch ohne störende Unebenheiten. Wir fuhren erst die “normale” Abfahrt, dann probierten wir auch andere Wege nach unten. Zum Mittag kehrten wir in der Wildental Hütte ein. Danach ging es weiter. Um 16.30 war eigentlich die letzte Fahrt. Wir waren um kurz nach halb nochmal an der Talstation und durften noch eine Runde hoch fahren. Den Skitag haben wir komplett genutzt. Zum Abendessen sind wir wieder direkt nach Mittelberg gefahren.
Zurück in der Unterkunft überlegten wir, wie die weitere Planung unseres letzten Urlaubstages aussehen könnte. Zur Wahl standen Flutlichtrodeln und Nachtskifahren.
Wir entschieden uns für ersteres, ohne zu wissen, was das für uns bedeuten sollte. Also wieder dick einpacken und dann ging es zum Bus, der uns nach Schwand brachte. Da angekommen sahen wir auch schon ein wegweisendes Schild zur Rodelbahn. Wir gingen die Straße hinauf und kamen zu den Schlitten. Jedenfalls zu der Stelle, an der sie abgegeben werden. Ein weiteres Schild zeigte uns den Weg zum geöffneten Bergstüberl. Also gingen wir weiter. Mit jeder Kurve flammte die Hoffnung auf, dahinter die Hütte zu sehen, doch wir wurden wieder und wieder enttäuscht. Nach einer gefühlten Ewigkeit sahen wir endlich ein orangenes Licht und eine paar beleuchtete Fenster. Wir hatten es geschafft. Eingeschneit und etwas verschwitzt kamen wir an der Hütte an. Kulturschock! Laute ApreSki-Musik von einem Alleinunterhalter… Viele angetrunkene Menschen die sich davon gut unterhalten fanden klatschten und sangen laut mit. Da haben wir uns erstmal etwas zu trinken gegönnt und wurden aufgeklärt, dass heute ein Hüttenabend mit Musik statt findet. Wenn man sich anmeldet, wird man vom Ende der Rodelstrecke aus nach oben gefahren…. Hätten wir das gewusst. Als dann die erste Dame vom Stuhl gefallen ist (Ja, das ist sie wirklich!!), beschlossen wir, die Damen und Herren allein weiter feiern zu lassen. Außerdem hatten wir ja ein anderes Ziel.
Jetzt wollten wir aber auch runter rodeln. Wir schnappten uns 2 Schlitten und in Windeseile waren wir wieder unten. Da wir den letzten Bus zurück nach Mittelberg verpasst hatten, riefen wir ein Taxi. Während wir warteten schauten wir das vorhin beschriebene Hinweisschild noch einmal an und wischten den Schnee weg. Da stand dann, dass man bis zur Hütte 40 Min benötigt. Ich glaube, wir waren etwas schneller, hätten wir das jedoch früher gelesen, dann wären wir vermutlich gar nicht hoch gewandert. Mit dem Taxi ging es dann bis nach Mittelberg zur Unterkunft. Hier haben wir noch fix unsere Sachen gepackt, da wir morgen ja leider wieder abreisen müssen.
Aber jetzt geht’s erstmal ins Traumland!