Venedig Tag 2
Venedig Tag 2
Diesmal sind wir mit einem Plan gestartet, und haben festgelegt, was wir uns angucken wollen und welche Wege wir gehen wollen, dass wir uns nicht nochmal verlaufen.
Gestartet hat unsere Tagestour mit einer Besichtigung des Dogenpalasts. Ein imposantes Gebäude, mit vielen riesigen Gemälden, an dem die bedeutendsten Künstler Venedigs mitgewirkt haben.
Es ging über die berühmte Seufzerbrücke in das Gefängnis, wo man in den einzelnen Zellen die „Werke“ und Schriften der Insassen erkennen konnte. In einer Zelle wurden die restaurierten Wandmalereien der Gefangenen zusammen getragen. Zu sehen waren vor allem Darstellungen von Frauen, einige gut einige weniger gut gelungen.
Die Besichtigung nahm knapp 2,5 Stunden in Anspruch.
Da war der Zeitplan dann schon leicht verschoben.
Zurück auf dem Markusplatz war dann auch die Mittagsflut im Anmarsch. Die obligatorischen Brücken auf dem Platz waren gut besucht.
Wir entschlossen uns, anders als es der Plan war, erst nach Murano zu fahren und das Ghetto von Venedig im Anschluss zu besichtigen.
Also ging es mit dem Vapretto an der Friedhofsinsel vorbei nach Murano – die Glasinsel.
Hier wurden wir direkt von einem Einweiser begrüßt, der uns den Weg zu den Fabriken wieß. Wir folgten dem Rat und suchten uns in einem kleinen Hinterhof eine Glasbläser-Vorführung.
Der Glaskünstler zeigte uns auch gleich was er kann und stellte mit nur wenigen Handgriffen eine Kanne aus Glas her. Dazu erklärte er, dass, wenn man etwas für die Ewigkeit schaffen möchte, es nötige ist, das Kunstwerk langsam in einem Kühlofen runterzukühlen.
Um uns zu demonstrieren, was sonst passiert, ließ er die Kanne auf einem Tisch stehen und wenige Augenblicke später bekam die Kanne einen großen Sprung.
Während wir gespannt die Kanne beobachteten, formte der Glasmeister bereits sein nächstes Werk, innerhalb weniger Minuten stand ein Pferd auf dem Tisch.
Dass das Pferd unglaublich heiß ist, zeigte er, indem er ein Stück Zeitungspapier drauf legte und dieses sofort Feuer fing.
Das Pferd zurück in den Ofen, ging es ans nächste Kunstwerk, ein kleiner Fisch, sehr filigran gearbeitet, mit Augen und Flossen.
Für uns war damit die Vorführung beendet und wir gingen durch die Gassen an den vielen Glasgeschäften entlang.
Da das Wetter besser zu werden schien, sind wir mit den überfüllten Vapretto nach Burano gefahren und haben uns die vielen kleinen bunten Häuser angeguckt. Und den schiefen Kirchturm von Burano – ich war noch nie in Pisa, aber der Kirchturm war wirklich sehr schief.
Zurück in Venedig sind wir durch die Gassen zum Ghetto gelaufen. Interessant ist, dass die Häuser hier viel höher gebaut sind, um mehr Leute unterzubringen. Eigentlich wollten wir noch in das Museum und in die Synagoge, aus Zeitgründen und wegen des aufkommenden Hungers haben wir uns dann aber dagegen entschieden.
Wir sind zu einem Restaurant gegangen, dass wir schon am Vorabend gesehen hatten und als einladend empfanden.
Das Essen war hier nicht überteuert aber trotzdem ok.
Im Anschluss sind wir wieder zum Markusplatz, um noch ein paar schöne Fotos in der Dunkelheit zu machen.
Und wie wir da stehen und fotografieren, bahnte sich die Nachtflut langsam an, denn das Wasser drückte sich auf dem Platz durch die Abflussdeckel nach oben und füllte den Platz.
Wir schlenderten weiter zum Ufer an der Lagune und fotografierten noch ein bisschen, bevor wir dann zurück zum Hotel gegangen sind.
Übrigens haben wir uns zwischendurch nur 1x verlaufen.